18. März 2013. Das Internationale Komitee für die Freiheit der Cuban 5 gibt bekannt:

Erfolgreiche Kunstausstellung der Cuban Five in Somerville, MA, eröffnet

Die Premiere von "Humor from my Pen" [Ein Wortspiel: pen kann Schreibstift oder auch die Abkürzung von penitentary = Zuchthaus bedeuten, Anm. d. Ü.] in Boston, einer Ausstellung von 32 politischen Cartoons, die den Witz, den Humor und die Würde von Gerardo Hernández illustrieren, wurde am 15. März mit dem Empfang von 80 Besuchern eröffnet. Die Ausstellung, im Rahmen der Reihe "Kunst im Arsenal" wird von der Koalition 26. Juli und dem Internationalen Komitee für die Freiheit der Cuban Five gesponsert. Beide Gruppen fühlten sich von der Teilnehmerzahl und dem Enthusiasmus ermutigt.
Nalda Vigezzi, eine Kovorsitzende des Nationalen Kuba-Netzwerks, begrüßte alle Besucher an der Rezeption und stellte die Redner vor.
Der einheimische Dichter Richard Cambridge eröffnete das kurze Programm, indem er eines seiner Gedichte über unseren Nachbarn Kuba vortrug. Richard ist ein Poet, der schon Preise gewonnen hat, und Mitbegründer der Gruppe "Singing with the Enemy" [Singen mit dem Feind] einer Truppe aus Dichtern, Musikern und darstellenden Künstlern, Aufmerksamkeit für die verheerenden Effekte der Blockade der Vereinigten Staaten gegen Kuba erregte. Sein Gedicht schuf an dem Abend eine freundschaftliche Stimmung.
Michael Avery, der frühere Präsident der National Lawyers Guild und Berater beim Abfassen von einem der 12 Amicus Briefs, die für die Fünf 2009 beim US-Supreme-Court eingereicht wurden, verlas eine bewegende Solidaritätserklärung von Gerardo, der zwei lebenslange Strafen in Victorville, Kalifornien, ableistet:
"Irgendjemand hat einmal gesagt "Humor befreit" (...und wenn es keiner gesagt hat, sage ich es jetzt ...) und für mich ist er etwas, was uns "hier 'rausbringt" aus den Mauern, in denen wir seit fast 15 Jahren zu Unrecht eingesperrt sind. ...
Im Namen von uns allen möchte ich Euch dafür danken, dass Ihr heute hier seid, und für die Solidarität, die es in unserem Kampf für Gerechtigkeit repräsentiert. Wir wissen, dass der Schlüssel für unsere unvermeidbare Freiheit in der Solidarität liegt, die weiterhin weltweit wächst."
Nancy Kohn, eine einheimische Aktivistin des Internationalen Komitees, gab dann einen kurzen Überblick über die Geschichte und die Bedeutung der Cuban Five. Sie ermutigte die Menschen, sich der Bewegung anzuschließen und von Präsident Obama zu fordern, die Fünf freizulassen, und lud alle ein, sich an den Aktivitäten in Washington DC vom 30. Mai bis 5. Juni zu beteiligen.
Dann füllte sich die Galerie, als die Besucher jedes Cartoon betrachteten, von denen viele Gerardos Liebe zu seinem Heimatland und seinen Stolz auf Kubas Fähigkeit, Jahrzehnte lange Attacken der USA zu widerstehen, illustrierten. Ein wiederholtes Thema war die schiere Heuchelei des Krieges gegen den Terror der USA.
Unter den Besuchern von "Kunst im Arsenal" gab es auch welche, die noch nie von den Cuban Five gehört hatten und deren Augen durch die künstlerische Arbeit von Gerardo geöffnet wurden. Viele nahmen sich die Zeit, kurze Botschaften der Solidarität an Gerardo zu schreiben, die ihm in das Zuchthaus von Victorville geschickt werden. Die Ausstellung wird noch bis zum 23. März in der Galerie gezeigt und zieht dann nach Hartford, Connecticut.
Die Ausstellung hat bereits in den englisch- und spanischsprachigen einheimischen Medien die Öffentlichkeit erreicht.
"Kunst im Arsenal" beherbergt jeden Sonnabend einen geschäftigen Winter-Bauern-Markt in der Halle direkt neben der Galerie. Viele Käufer kamen herein, um die Cartoons zu betrachten, und stellten Fragen zu dem Künstler. Die Geschichte der Fünf einem so großen neuen Publikum bekanntzumachen, motivierte die Organisatoren in Boston. Auch machte es Gerardos Situation und Menschlichkeit greifbarer.

Deutsch: ¬°Basta Ya! (db)

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