juventud rebelde, 23. Februar 2008

Vorstellung des Buches über die Fünf und den US Terrorismus

geschrieben von aktiven Mitgliedern des deutschen Solidaritätskomitees ¡Basta Ya!, das versucht, das Schweigen in diesem Land über die fünf kubanischen Antiterroristen zu durchbrechen

Von Jorge Luis Rodríguez González

Eine andere Sicht und einen neuen Beitrag zum Kennenlernen des US-Terrorismus und des Falles der fünf kubanischen Bürger, die unrechtmäßig in Gefängnissen der Vereinigten Staaten gefangen gehalten werden, vermittelt uns das deutsche Komitee ¡Basta Ya! mit seinem Buch: Die USA und der Terror. Der Fall der "Cuban Five".
Diesen Freitag bestätigte Marion Leonhardt, Mitglied des deutschen Komitees, während einer Buchvorstellung im Lehrstuhl Alexander von Humboldt, dass das Buch ein weiterer Beitrag zur Durchbrechung des Schweigens über die Fünf ist, das in Deutschland herrscht. Sie führte aus, dass nur die Presse der Kommunistischen Partei ihres Landes den Fall der kubanischen Kämpfer gegen den Terrorismus widerspiegelt. (1)
Das Werk bietet dem deutschen Leser die Darlegung des Prozesses aus juristischer Sicht und erklärt die Gründe, weswegen sich die kubanische Regierung genötigt sah, diese Jugendlichen in die USA zu schicken, um mafiöse und terroristische Organisationen mit Sitz in Miami zu infiltrieren, die der Insel unermesslichen wirtschaftlichen und menschlichen Schaden zugefügt haben, erklärte Marion.
Die aktive Vertreterin der Solidarität betonte die Ungerechtigkeit, begangen von der Regierung der USA, die unter Verletzung der Gesetze - so versicherte sie - fast zehn Jahre die fünf Männer, die gegen den Terrorismus kämpften, gefangen hält, während Luis Posada Carriles, verantwortlich für die Explosion eines Flugzeuges der "Cubana de Aviación" während des Fluges im Oktober 1976, ungestraft in den Straßen von Miami spazieren geht. Ebenso verurteilte sie die Verletzung der Menschenrechte gegenüber Gerardo, Rene, Antonio, Ramon und Fernando, denen die US-Regierung nicht beweiskräftig das Urteil belegen konnte, wonach sie bestraft worden sind. Sie werden Bedingungen einer Verbannung unterworfen, und die Erteilung von Visa für Besuche ihrer Familien wird verzögert oder abgelehnt.
Dies ist ein Prozess, den wir nicht auf nur juristischem Wege gewinnen werden, sondern der solidarische und koordinierte Kampf aller Solidaritätsbewegungen der Welt ist unerlässlich, sagt Marion Leonhardt.

Auf diesem Treffen unterstrich Graciela Ramírez, Koordinatorin des Internationalen Komitees für Gerechtigkeit und Freiheit für die Fünf Helden die schwere Arbeit von ¡Basta Ya! für diese Sache.
Graciela Ramírez bezeichnete diese deutsche Solidaritätsorganisation als beispielhaft. Sie leistete ihrem Beitrag zur Veröffentlichung einer ganzseitigen Annonce über die Fünf in der New York Times im März 2004, die 50 000 Dollar gekostet hat, und nahm auch an der Internationalen Kommission für das Recht der Familienmitglieder Olga Salanueva und Adriana Pérez zum Besuch ihrer Ehemänner René González und Gerardo Hernández teil.

JUNGE WELT: EINZIGARTIG IM DEUTSCHEN MEDIENPANORAMA
Die Veranstaltung diente auch der Vorstellung der sechzig Jahre alten Zeitung Junge Welt, die sich, wie einer ihrer Redakteure Peter Steiniger ausführte, der Juventud Rebelde in Kuba am meisten ähnelt.
Die in Berlin erscheinende Tageszeitung ist die einzige im deutschen Medienpanorama mit marxistischer Orientierung und beschäftigt sich mit den fortschrittlichen Entwicklungen in der Welt, wie die kubanische Revolution und die Bolivarianische Revolution in Venezuela, sagte Steiniger.
Er führte ebenfalls aus, dass die "Junge Welt" jedes Jahr an der Internationalen Buchmesse in Kuba teilnimmt, ungeachtet dessen, dass die deutsche Regierung wegen ihrer Verpflichtung gegenüber den USA ihre Teilnahme an der dreizehnten Messe 2004, eines solch wichtigen kulturellen Ereignisses verboten hatte.

Deutsch: ¡Basta Ya! (hl)

(1) [Es haben durchaus auch Zeitungen der Mainstream-Presse in Deutschland darüber berichtet wie Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung und Berliner Umschau.]

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