Familienbesuche bei Ramón Labañino: Hat die Ehefrau von Alan Gross auch mit Umständen wie diesen zu tun?

W. M. Tillow

Ramón Labañinos 74-jähriger Vater, sein jüngerer Bruder und seine älteste Tochter waren zu einem Besuch im Bundesgefängnis in Jesup, Georgia, vom 23. Dezember bis zum 11. Januar eingeplant.
Dies hätte ihm gestattet, an 12 Tagen, der größtmöglichen Anzahl von Tagen nach dem im Bundesgefängnis von Jesup üblichen 8-Punkte-System, Besuch zu empfangen.
Im Juni vergangenen Jahres hatte man Ramón mitgeteilt, dass er wegen seiner angesammelten Punkte in guter Führung in ein Gefängnis niederer Sicherheit überführt werden sollte. Am 11. Dezember wurde ihm gesagt, er solle seine ganze persönliche Habe packen und sich darauf vorbereiten, jederzeit umzuziehen. Weil er fürchtete, umziehen zu müssen, bevor seine Familie einträfe oder mitten in deren zweiwöchigen Besuchszeit, beschloss er, dass der Besuch verschoben und die Flugtickets und Hotelreservierungen dazu storniert werden sollten.
Er wurde am 11. Januar verlegt und kehrte am 22. Januar zurück, nachdem das &uot;Bureau of Prisons (BOP)&uot; zugegeben hatte, er sei in die falsche Einrichtung verbracht worden. Weil er wusste, dass ihn die Gefängnisbehörde (BOP) für mindestens 15 Tage in Jesup belassen würde und weil die Visa für seinen Vater, Bruder und seine Tochter abzulaufen drohten, traf er die Entscheidung, dass seine Familie einen Eilbesuch antreten solle, auch wenn das bedeute, dass sie nur noch an 8 Tagen zu Besuch kommen dürfe.
Seine Familienmitglieder trafen am 27. Januar ein und reisten am 9. Februar wieder ab. Sie sahen ihn zunächst an den ersten beiden Besuchstagen. Als sie am 3. Tag (nach einer 30-Meilen-Anfahrt) [48 km] beim Gefängnis eintrafen, besagte ein Schild: &uot;Lockdown. No Visits&uot; [Zelleneinschluss, keine Besuche]. Der Zelleneinschluss dauerte noch drei Besuchstage lang an. Nachdem er beendet war, sah seine Familie ihn zum dritten Besuchstag.
Ramón erzählte ihnen, dass man ihm mitgeteilt habe, dass er am Freitag, dem 8. Februar, verlegt werde, und dass sie ihn deshalb an diesem Tag nicht besuchen könnten. Sie kamen am Donnerstag, dem 7. Februar, an, von dem sie dachten, es wäre ihr vierter Besuchstag, nur um zu erfahren, dass er bereits verlegt sei.
Insgesamt konnten sie ihn an drei von den acht Tagen besuchen, an denen er berechtigt war, Besuche zu empfangen, und sie machten zwei vergebliche Fahrten über 60 Meilen [96 km] zum Gefängnis und wieder zurück. Sie kehrten am 9. Februar nach Havanna zurück. Als erfahrene Besucher nach den Regeln der BOP, waren sie am letzten Tag, an dem sie ihn tatsächlich sahen, in der Lage Auf Wiedersehen zu sagen und im Gefängnis Fotos mit Ramón zu machen.
Ramóns älteste Tochter Aili, erzählte, dass sie als Teenager allein zu einem Besuch im Hochsicherheitsgefängnis in Beaumont, Texas, gereist war, wo er nach dem Ende des Verfahrens gegen die Cuban Five eingesperrt war. Als sie am Gefängnis ankam, war Lock Down. 30 Tage lang fuhr sie von ihrem Hotel zum Gefängnis, nur um festzustellen, dass immer noch Lock Down herrschte. Nach 30 Tagen lief ihr Visum ab, und sie fuhr nach Hause, ohne ihren Vater gesehen zu haben.
In Jesup mussten Besucher bis zu drei Stunden warten, bis sie eingelassen wurden, weil die Gefängnisleitung darauf wartete, dass sich der Nebel lichtet (Sie lesen richtig). Besucher wurden abgewiesen, weil jemand sagte, ihre Jeans seien zu eng, oder die Blusen zu aufreizend, oder die Schuhe waren nicht von der korrekten Sorte. Nur ein schneller Besuch bei einem 24-Stunden-Walmart in der Nähe rettete den Besuchstag.
Man möchte wissen, ob Judy Gross oder irgendeiner der anderen Besucher von Alan Gross so etwas ertragen muss.

Deutsch: ¬°Basta Ya! (jmb, db)

(Quelle: Realcuba's Blog vom 14. Februar 2013)

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