Botschaft der Cuban Five an die 14. Freundschaftskarawane der "Pastors for Peace"

Die von den "Pastors for Peace" (Pastoren für den Frieden) organisierte 14. Freundschaftskarawane, ein Projekt der "Interreligious Foundation for Community Organization" (IFCO), befindet sich zur Zeit in Mc Allen, Texas, und bereitet sich auf den Grenzübertritt nach Mexiko am 17. Juli vor. Hunderte von Freiwilligen aus den gesamten Vereinigten Staaten, aus Mexiko, Kanada und Europa sind in die Gegend von Mc Allen gekommen, um zu versuchen, 80 Tonnen Hilfsgüter nach Kuba zu bringen und damit die Reise- und Handelsbeschränkungen der USA herauszufordern.

Seit 29. Juni durchkreuzten die Freiwilligen auf verschiedenen Routen das Land, hielten in fast 100 Städten und sammelten 80 Tonnen Hilfsgüter, darunter Krankenwagen, Schulbusse und Lastwagen, die von Kirchen, Schulen und gemeinnützigen Organisationen gestiftet wurden. Die Teilnehmer werden nach Kuba reisen, um Medikamente, medizinische Geräte und Computer im Wert von mehreren Millionen Dollar zu übergeben - alles ohne Genehmigung des US-Finanzministeriums.

In Kuba werden sie mit Kubanern zusammenkommen und sich mit Führungspersönlichkeiten des Gesundheitswesens treffen. Sie werden auch die Lateinamerikanische Schule für Medizin besuchen, an der zur Zeit 70 US-Studenten lernen, um später in medizinisch unterversorgten Kommunen in den USA arbeiten zu können.

Als Teil der Verschärfung des Embargos, erlauben die USA nur Transporte von winzigen Mengen an Hilfsgütern und enthalten dem kubanischen Volk so die benötigten Mengen an Medikamenten, Nahrungsmitteln, Lehrmaterialien und Technologie durch normalen Handel vor. Rev. Lucius Walker, Direktor und Gründer von IFCO/Pastors for Peace weist dieses Lizensierungssystem als unmoralisch und illegal zurück. Es ist unmoralisch, weil es das Leben der Kubaner gefährdet und unschuldigen Kindern sowie Erwachsenen Leid zufügt. Es ist illegal nach internationalem Gesetz, weil es eingesetzt wird, um eine andere Nation zu zwingen, seine Regierung auszuwechseln. Des Weiteren betont er, dass die Lizensierung nicht verfassungsgemäß ist, weil sie gegen die Rechte auf Religionsfreiheit, Redefreiheit, Freiheit des politischen Denkens, Versammlungsfreiheit und Reisefreiheit verstößt.

Seit 1992 haben IFCO/Pastors for Peace mehr als 2250 Tonnen dringend benötigter Hilfsgüter an das kubanische Volk ausgeliefert, ohne jemals eine US-Handelslizenz beantragt zu haben.


Botschaft von Ramón:

Beaumont, Texas

Juli 2003

Liebe Brüder und Schwestern,

Ihr alle, die Ihr, trotz der illegalen und unmoralischen US-Blockade gegen Kuba, Hilfsgüter für das kubanische Volk sammelt, seid wunderbare Beispiele für Liebe, Freundschaft und Mut, die ein menschliches Wesen auszeichnen.

Wir bewundern Euch sehr. Ihr zeigt, dass eine andere Welt möglich ist. Ihr repräsentiert das wahre amerikanische Volk und zeigt, wie die Beziehungen zwischen unseren beiden Nationen, eines Tages, in naher Zukunft, sein werden.

Wir hoffen, bald das Privileg zu haben, Euch zu treffen und Euch bei zukünftigen Karawanen und den Träumen von einer besseren Welt für jeden begleiten zu können.

Herzlichen Glückwunsch und aus tiefstem Herzen vielen Dank im Namen der Cuban Five.

Lang lebe die Freundschaft zwischen dem amerikanischen und dem kubanischen Volk!

Ramón Labañino


Botschaft von Gerardo:

Aus dem Bundeszuchthaus in Lompoc

5. Juli 2003

Im Namen der Cuban 5 sende ich den Pastors for Peace, einer Organisation, die wir lieben und achten, einen warmen Gruß der Solidarität anläßlich ihrer 14. Karawane nach Kuba. Wir möchten diese Botschaft auf alle, die die Karawane begleiten und alle Freunde und Unterstützer, die die Caravanistas auf ihrem Weg zur Grenze beherbergen, ausdehnen.

Zu keiner Zeit der Geschichte unserer Revolution waren Eure Solidaritätsaktionen wichtiger als jetzt.

Ihr seid ein Ansporn für die Fünf, dem Kampf für die Würde und Souveränität des kubanischen Volkes verpflichtet zu bleiben.

Hasta la Victoria Siempre!

Venceremos!

Gerardo Hernández


Deutsch: ¡Basta Ya!

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